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Kugelprüfmaße für Außen- und Innenverzahnungen
Zur Prüfung von Verzahnungen gibt es als
praktikables Verfahren die Messung mit Prüfkugeln
oder Prüfrollen. Die manuelle
Berechnung nach DIN-Formelwerk ist recht aufwendig und bietet
auch
nicht in jeder Geometriesituation echte
Lösungen an.
| Beispiel | Grafik |
| Im Normalfall wird ein Kugelprüfmaß mit einem Meßkugeldurchmesser so ermittelt, daß die Kugel auf den Evolventen aufliegt. Der Anlagedurchmesser sollte ca. dem Teilkreis oder Wälzkreis entsprechen. | Bild 1: Stirnrad mit z=20, m=1, alpha=20, beta=0, x=0, DM=1,75 |
| In zunehmendem Maße werden
Sonderprofile eingesetzt. Gerade im Bereich der
Kunststoff/Stahl- Paarungen wird einem schlanken
Stahlzahn ein möglichst massiver Kunststoffzahn
zugeordnet, um dem Kunststoffzahn eine höchstmögliche
Festigkeit zu geben. Übliche Maßnahme ist die
Verringerung des Profilwinkels alpha. Nach DIN 867 wird
alpha mit 20 Grad angegeben, Winkel von 18, 15 oder 12
Grad (auch bekannt als Hochverzahnung) gelten wegen der
erhöhten Profilüberdeckung mittlerweile als
gebräuchlich. Bei Kunststoffen sind Profilwinkel von bis
zu 5 Grad keine Seltenheit. Im Bild 2 ist der theoretische Meßkugeldurchmesser nach DIN 3960 DM=3,31. Die Wahl der Meßkugel fällt auf 3,25 oder 3,5. Beide Varianten werden in der Praxis nicht funktionieren, da die Kugelanlage außerhalb der Evolventen (DM=3,25) oder fast am Grundkreis erfolgt. |
Bild 2: Stirnrad mit z=21, m=2, alpha=12, beta=0, x=-4,3, DM=3,5 |
| Für die Fertigung von
Kunststoffzahnrädern ebenso wie bei Sinterwerkstoffen
und Keramik werden Matrizen verwendet. Diese entsprechen
zzgl. einer materialspezifischen Schwundzugabe als
Hohlrad dem Werkstück. Um solche Matrizen entwickeln zu können und auch die Prüfmaße zu berechnen erfordert es schon mathematischen Geschicks, die längst nicht jede Software am Markt beherrscht. Die Festlegung der Prüfkugeldurchmesser hierbei unterliegt zwei Prämissen: 1) berührt die Prüfkugel die Flanken 2) kann der Anlagedurchmesser bei der Matrize (innenverzahnt) so gewählt werden, daß er ca. dem Anlagedurchmesser auf dem Werkstück (außenverzahnt) entspricht. |
Bild 3: Prüfkugel dargestellt für Hohlradmessung. Problem: Zuführung zur Flanke |